Hechtjagd an der Gudenau bei RandersRegion: Ost-Jütland Rubrik: Fishmaps-Bericht Geo. Länge: 9.976096 Geo. Breite: 56.446539 Beschreibung: Rute krumm und Hecht am Band beim Lakemann!!! Dieser Start gibt uns natürlich mächtig Motivation für unsere „Eben-mal-an-die-Gudenau-und-Hechte-verhaften“- Mission. Neben Lakemann und meiner Wenigkeit komplettieren noch Initiator (und bei Reinfall potentiell schuldiger) Elmar und Fotografie-Halbgott Thomas die Vierertruppe. Vollkonzentriert und in der logischen Erwartung, dass die Bisse im Minutentakt erfolgen, bahnt sich jeder von uns einen Weg durch sumpfiges Grasland und Schilfufer. Die Hechte bekommen so einiges an Errungenschaften der Angelgeräteindustrie vor dem Schnabel hergezogen: knallrote und mit UV-Spray nachbehandelte Wobbler, Gummifische, auf die selbst ein scharfsichtiger Fischreiher reinfallen würde und – jawohl, ich kann’s nicht lassen – knallgrüne Hechtstreamer an der 8er Fliegenrute. Das erste Opfer nachlassender Motivation ist allerdings mein Fliegengetackle. Nach ineffektivem Fischen infolge heftigster Windböen sieht Fliegenrute & Co. den Rest der Tour kein Tageslicht mehr. Dann muss eben die Spinnrute herhalten. Hat beim Lakemann schließlich auch geklappt. Nach einer Stunde endlich stellt sich bei allen die so heiß ersehnte Entspannung ein. Kein Biss. Kein Fisch. Dauerregen. Sturm. Herrlich, nicht? Endlich mal Ruhe und Zeit, die Umgebung zu erkunden. Völlig entspannt und mit sich im Reinen stapft jeder die Gudenau entlang, nur um sich mit gelegentlichen Würfen daran zu erinnern, dass er ja Angler ist. Man entdeckt Nebenarme und Altarme, in denen zum Glück auch nichts beißt. Man verwickelt die Kumpels in auf’s Wesentlichste reduzierte Dialoge: „Und? Ging was …?“ „Nö. Und selbst?“. Man beobachtet den dänischen Spinnfischer am gegenüberliegenden Ufer scheinbar gelangweilt, fragt sich aber insgeheim, wieviel Hechte er heute wohl schon auf den turbofängigen und bei uns unbekannten und in ehrlicher Handarbeit produzierten Kupferblinker gefangen hat, bis …. ja bis man aus den Augenwinkeln die krumme Rute von Elmar wahrnimmt! Gut der Mann! Kamera raus, wieder hinspurten und … auch mal großerherzig sein und den Hechtjüngling auf’s Digitalbild bannen. War nun wirklich kein Riese, aber sorgte für den herrlichen Adrenalinschub nach dem Biss, den man am Hechtangeln so liebt! Für heute war’s das dann. Ab geht’s in unsere Ferienwohnung in Langå. Vorher noch ein paar lecker Zutaten für lecker Essen im Super-Brugsen um die Ecke einkaufen und schon kann Teil 2 der Entspannung beginnen. Raus aus den nassen Klamotten, Schlafplätze auslosen, einen irritierten Blick auf das im Wohnzimmer stehende Ergometer werfen und Weinflasche öffnen … Der Rest des Abends baut im Wesentlichen auf Angel-DVDs, Chipstüten und Ploppgeräuschen, die beim Öffnen von Rjoja, Navarra und Co. entstehen, auf. Gibt definitiv schlechtere Abende … Tja, und wenn ich mich jetzt nicht pflichtbewusst am nächsten Tag ausgeklinkt hätte, um verschiedene Angelstellen am Randers Fjord und Mariager Fjord für FishMaps Dänemark zu kartieren und zu fotografieren, dann könnte ich hier jetzt noch eine Hammer-Geschichte von Thomas richtig dickem 86er Hecht aus der Gudenau nachschieben. Kann ich aber nicht. Immerhin aber gibt’s das Siegerfoto zu sehen, was mir Elmar dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat und welches man auch in seinem Blog bewundern kann. Tatsache ist auf jeden Fall, dass diese beiden Tage an der Gudenau trotz absolutem Sauwetter ausgereicht haben, um jetzt schon wieder an die Planung eines gemeinsamen Tripps in Richtung Randers im Herbst 2010 zu gehen. Und ebenso ist Tatsache, dass unsereins dann auch sein Meerforellengetackle dabei haben wird! Ich habe nämlich vor allem am Mariager Fjord derart schöne Plätze entdeckt, dass ich mir fest vorgenommen habe, endlich mal auch vor dieser wunderhübschen Kulisse im Wasser zu stehen und eine Meerforelle zu drillen. In einem Jahr werdet Ihr’s lesen. Hoffentlich ;-) Nüzzjanix, PS: Und, ja, ich habe auf der Tour keinen Fisch gefangen. Ist mir echt noch nie passiert. Ich schwör‘ …
|
Dauerte nur kurz bei Dauerregen: der erste Hechtbiss!
Klingt wie Edgar Wallace, ist aber spannender: Die eiskalte Hand im Nacken des Flusskrokodils ...
Anglersprache: "Nee, lass mal Köder für's Foto dran!" heißt übersetzt "Will doch mal wissen worauf ausgerechnet der 'nen Hecht gefangen hat ...!"
Übung für seinen großen Auftrtitt an Tag 2: Thomas steht im Spinat und fischt und fischt und fischt ....
Hecht-Streamer: Sieht unter Wasser klasse aus und über Wasser nicht so. Bei mir wär's andersrum ...
Hechtangler an der Gudenau aus der Sicht eines Bisams.
Elmar lauerte an der Uferkante, Esox lauerte unter der Uferkante. Hier das Ergebnis.
"Und der Fluss war sowas von voller Hechte, dass sogar die Köder aus dem Wasser krabbelten ..."
Deichgrafen unter sich.
Top-Fang an Tag 2: Thomas und sein hart erkämpfter Gudenau-Hecht!
Karte wird geladen ...
|
| Fehlerhaften Eintrag melden | |
